Yvonne de Bark im Abschiedsinterview mit dem "Unter uns"-Fanclub

Fanclub: Yvonne, was hat dir an der Rolle besonders gefallen, was gar nicht?
Yvonne de Bark:
Pias Schusseligkeit fand ich immer sehr süß, und das hätte nach meinem Geschmack noch mehr ausgebaut werden können. Das hatte großes Potential für lustige Geschichten und Szenen. Was ich an Pia nicht mochte, war ihre Unentschlossenheit, denn das ist schwer zu spielen. Was ich gut nachvollziehen konnte, war die Liebe zu ihrem Sohn und die Schwierigkeit, Arbeit und Familie unter einen Hut zu bringen.

Fanclub: Gibt es ein besonders schönes Erlebnis vom Set, an das du dich gerne erinnerst?
Yvonne de Bark:
Die Abschiedsszene von Ute (gespielt von Isabell Hertel) war das ergreifendste, was ich in der ganzen Zeit gespielt habe. Es ging mir durch und durch und keine Träne, die floss, war künstlich. Es fühlte sich an wie ein kleiner Tod.
Fanclub: Gibt es eine Szene aus ‘Unter uns’, die dir besonders in Erinnerung geblieben ist, die du sehr gerne gespielt hast?
Yvonne de Bark:
Manchmal gab es einen wahren Requisitentanz. Da hatte man Text und viele Requisiten zu bespielen. Solche Szenen waren immer sehr lustig und aufregend, weil man super konzentriert sein musste. Und einmal ist meiner Kollegin Isabell Hertel bei einem langen Monolog der Korken aus der Sektflasche geknallt, sie hat einfach weiter gespielt und erst nach der Szene lagen wir lachend am Boden.
Fanclub: Was war deine größte Panne?
Yvonne de Bark:
Ich habe mit Wolfgang Weigel rumgeflachst und mein Text war: 'Gut, dann kümmerst du dich um Irene und ich gehe mit Herrn Weigel ins Krankenhaus.' Heraus kam aber: 'Gut, dann kümmerst du dich um Irene und ich gehe mit Herrn Weigel ins Hotel.' Lustig war auch, als ich mich am Ende einer Szene völlig erschöpft zu meinem Kollegen Patrick Müller (Rolle Tobias Lassner) herumdrehen musste und erleichtert 'Puh' sagen sollte, da kam durch meine trockenen Lippen nur ein inbrünstiges 'Fuh' heraus. Wir haben Tränen gelacht. 'Fuh'.

Fanclub: Für die Rolle der Pia standest du fast täglich vor der Kamera. Worauf freust du dich jetzt am meisten?
Yvonne de Bark:
Ich freue mich auf Zeit mit meinen Kindern und Zeit zu schreiben. Und ich möchte endlich mein Haus in Ordnung bringen, Laufwettkämpfe mitmachen und: KOCHEN lernen!
Fanclub: Was oder wer wird dir besonders fehlen?
Yvonne de Bark:
Ich kann gar nicht sagen, wer mir BESONDERS fehlen wird. Ich hatte dort eine zweite Familie. Jeden Morgen habe ich mich gefreut, zur Arbeit zu fahren und in meinem zweiten Zuhause anzukommen. Ich steh drauf, wenn etwas funktioniert. Und bei 'Unter uns' funktionierte alles mit einer wunderbaren Herzlichkeit. Die Leute, die mir am Herzen liegen, werde ich auch weiterhin sehen und freue mich schon auf Klatsch und Tratsch vom Set.

Fanclub: Kannst du schon verraten, wie Pia die Schillerallee und ihre Freunde verlassen wird? Wird sie ihre Tochter Marie mitnehmen?
Yvonne de Bark:
Ich kann nur so viel verraten, dass alle, die die letzten Folgen gesehen haben, geweint haben, inklusive mir!
Fanclub: In der Serie hat Pia gerade eine Traumhochzeit gefeiert – steht jetzt auch deine eigene Hochzeit ins Haus?
Yvonne de Bark:
Nein, wir haben uns entschieden, dass wir nichts ändern sollten. Es funktioniert seit zehn Jahren 'ohne' gut und 'never change a winning team'.

Fanclub: Wie sehen deine weiteren Pläne aus? Wo und wann können die Zuschauer dich in Zukunft wieder sehen, bzw. von dir hören oder lesen?
Yvonne de Bark:
Mein zweites Buch 'Mütter wissen mehr - das skurrile Fachwissen der Mütter' kommt im Frühjahr 2010 heraus und ist eine Hommage an alle Mütter. Mütter eignen sich nämlich im Laufe ihres Mutterdaseins eine Menge Wissen an, das sich der 'Normalmensch' so nicht vorstellen kann. Weitere Projekte sind in Planung - dazu bald mehr.


Starporträt: Yvonne de Bark

Yvonne's Kids bei "Unter uns"

10 Sätze - von Yvonne beendet!